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Tarifvertrag krankenhaus luxemburg

Durch die Einführung eines einzigartigen Systems für private/kommunale Arbeitnehmer und private Arbeitnehmer (Salariés) bleibt das Prinzip der Einzigartigkeit des Tarifvertrags (Convention collective de travail – CCT) in Kraft; mit anderen Worten, es gibt ein CCT pro Unternehmen oder pro Sektor. Stellt der Minister fest, dass er bei der letzten Wahl mindestens 50 % der Stimmen für die Personaldelegation in den betroffenen Unternehmen gesammelt hat, wird er ihnen erlauben, den Tarifvertrag zu unterzeichnen. Im Jahr 2007 waren im TAW-Sektor 8003 Leiharbeitnehmer beschäftigt (im Durchschnitt waren es 5489). Die Missionsdauer reichte von 1 Tag im Hotel- und Gaststättengewerbe bis zu mehr als 80 Tagen im Finanzintermediärsektor. Der Umsatz der Leiharbeit wird für 2007 auf rund 290.000.000 Euro geschätzt. 69 % der TAW-Beschäftigten sind französische Grenzgänger. Der TAW-Sektor wird durch das Arbeitsgesetzbuch geregelt, das den Missionsvertrag, die Arbeitsbedingungen und die Bedingungen für die Eröffnung einer TAW-Agentur festlegt. Der Tarifvertrag wurde 2007 durch eine Billigung zwischen dem OGB-L, dem LCGB und der Arbeitgeberorganisation ULEDI verlängert. Ziel des Tarifvertrags zwischen den Gewerkschaften OGB-L und LCGB und der Arbeitgeberorganisation ULEDI ist es, die Koordination der Arbeit zu gewährleisten, den sozialen Frieden auf betrieblicher und beruflicher Ebene zu wahren und sicherzustellen, dass die Sozialpartner ihren Beitrag zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs und der schwarz-rechtlichen Arbeit unter der Bedingung leisten, dass der Tarifvertrag mit einer allgemeinen Verpflichtung erklärt wird. Die wichtigsten Verhandlungsebenen liegen auf sektoraler und betrieblicher Ebene. Vereinbarungen auf Sektoraler Ebene gelten zunächst nur für Unternehmen, die den Arbeitgeberverbänden angehören, die die Vereinbarung unterzeichnet haben, aber oft von der Regierung auf den gesamten Sektor ausgedehnt werden – 28 werden derzeit auf diese Weise erweitert, so die Arbeitsaufsichtsbehörde (ITM, « Conventions collectives de travail déclarées d`obligation générale »). Die Kultur der Arbeitsbeziehungen beruht auf Vertrauen und Diskussion zwischen den Sozialpartnern. In einem Bericht von CEPS-INSTEAD (Rey, 2010) wird das niedrige Niveau des Arbeitskampfes in Luxemburg betont.

Alle vier von CEPS-INSTEAD zitierten Studien zeigen, dass es an kollektiven Aktionen und Streiks fehlt. Die Studie erklärt, dass dieser « soziale Frieden » das Ergebnis verschiedener Streitbeilegungsmöglichkeiten ist, wie z. B. der Schlichtung unter dem Dach des Nationalen Schlichtungsbüros (Office National de Conciliation, ONC) (siehe oben). Außerhalb des Streikverfahrens gibt es zwei weitere Schlichtungsverfahren, eines für Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anwendung des Tarifvertrags, das zweite bei Streitigkeiten über die Arbeitsbedingungen. Während des Prozesses muss die Partei jede Aktion wie Aussperrungen oder Streiks vermeiden, die das Vermittlungsverfahren gefährden könnten. Am Ende kann der Ausschuss einen Beschluss vorschlagen, der dem Abschluss eines Tarifvertrags gleichkommt, wenn er angenommen wird, oder einen Vermittlungsvorschlag.



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